Anzeige
Anzeige

Kuhmilchunverträglichkeit – Kuhmilcheiweißallergie oder nicht?

0 36

Nahezu täglich konsumieren wir Kuhmilch, aber fast jeder kennt Menschen mit einer Milchunverträglichkeit. Aber Achtung! Es gibt zwei verschiedene Versionen der Kuhmilchunverträglichkeit! Der Unterschied lieg bei dem Milcheiweiß und der Laktose. Da sowieso immer häufiger diskutiert wird, ob Milch überhaupt gesund ist, beschäftigen sich die Deutschen auch mehr mit der Milchunverträglichkeit. Wir erklären nun, was überhaupt eine Milchallergie ist.

Milcheiweiß, Laktose – was genau verursacht die Symptope?

Eines Vorweg, die Allergie ist keine harmlose Sache, sondern kann zum lebensbedrohlichen Notfall werden und bedarf unbedingt ärztlicher Hilfe. Die Kuhmilcheiweißallergie wird dabei typischerweise bereits bei Babys bemerkt. Warum diese Kuhmilchallergie Babyrelevant ist und wie sich eine Milcheiweißallergie erkennen lässt, das erklären wir Verlauf dieses Artikels.

Alle Informationen zur Milchunverträglichkeit aufgrund fehlender Laktase, gibt´s im Artikel zum Thema  Laktoseintoleranz.

Auslöser der Kuhmilchallergie

Die Milch der Kuh enthält zahlreiche Eiweiße, welche für die allergischen Reaktionen verantwortlich sind. Meistens sind Kaseine und Molke-Eiweiße (β-Lactoglobulin und α-Lactalbumin) für die Allergie verantwortlich. Die Allergiker reagieren aber nicht nur auf Kuhmilch, sondern meistens auch auf Schaf- und Ziegenmilch allergisch. Esels-, Stuten- und Kamelmilch hingegen, sind oftmals als alternatives Milchprodukt möglich.

Kuhmilchallergie und Stillen?

Auch die Muttermilch kann in seltenen Fällen allergische Reaktionen bei Babys ausläsen. Die Kuhmilcheiweiße werden über die Muttermilch dem Kind zugeführt, nachdem diese die Milcheiweiße über die Nahrung aufgenommen hat.

Klassische Kuhmilchallergie Symptome

Innerhalb weniger Minuten zeigen sich die Symptome der Milchunverträglichkeit, bei einigen Patienten können aber auch erst bis zu 48 Stunden vor dem Beschwerdeeintritt vergehen.

Kuhmilchallergie bei Babys – Symptome und Verlauf

Zu beobachten sind dann meist schleimig-blutige Stuhlgang, ansonsten ist aber kein Krankheitsbild wahrnehmbar. Sobald das Problem erkannt wurde und die Mutter keine Milch mehr konsumiert, wird der Stuhlgang auch wieder normal. Außerdem kann es bei Säuglingen zu Wachstumsverzögerungen kommen.

Im Kindesalter und bei Babys zählt die Kuhmilchallergie zu den häufigsten Nahrungsmittelallergien. Die Eltern von betroffenen Kindern haben aber Grund zur Hoffnung. Bei vielen Kindern klingt die Allergie bis zum dritten Lebensjahr ab und bis zum Schuleintritt sind sogar 80% der Kinder wieder beschwerdefrei.

Beim Allergologen, also einem speziellen Facharzt für allergische Leiden, kann man nach sechs bis achtzehn Monate nach der Diagnosestellung feststellen lassen, ob die Allergie weiterhin besteht.

Symptome bei Kindern und Erwachsenen

Die Milcheiweißallergie kann verschiedene Symptome auslösen, häufig kommt es nach dem Milchkonsum zu klassischen Allergieanzeichen auf der Haut, wie

  • Rötungen
  • Quaddelbildung
  • Juckreiz
  • Schwellungen im Gesicht
  • Auslösung von Neurodermitis

Bei Betroffenen mit einer zeitverzögerten Reaktion, kann eine Neurodermitis ausgelöst werden oder eine bestehende verschlechtert werden.

Auch im Bereich des Verdauungstraktes kann es zu Beschwerden kommen. Häufig kommt es zu

  • Durchfall
  • Verstopfungen
  • Übelkeit bis hin zum Erbrechen

Milcheiweißunverträglichkeits-Test und Diagnose der Milchallergie

Um zu prüfen, ob eine Milchunverträglichkeit auf eine Allergie zurückzuführen ist, klärt ein Arzt zunächst in einem Anamnesegespräch, welche Ernährungsgewohnheiten und Beschwerden beim Patienten vorliegen. Je nach Alter und Symtomatik, wir mit ein Haut- und/oder Bluttest zur Diagnostik durchgeführt. Mit Hilfe dieser Test wird die Allergiebereitschaft für bestimmte Stoffe geprüft. Da diese Tests jedoch keine Allergie beweisen, wird zusätzlich ein sogenannter Provokationstest durchgeführt.

Provokationstest für die Diagnosesicherung einer Milchallergie

Betroffene müssen sich zuerst eine gewisse Zeit allergenfrei ernähren und müssen dann in der Arztpraxis geringe Mengen von dem Milchproteinen einnehmen. Diese Methode ist dann eine sichere Prüfung der Allergie.

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.